Niedersächsisches Staatsbad Pyrmont Betriebsgesellschaft mbH

Das größte niedersächsische Staatsbad liegt eingebettet in den sanften Hügelketten des Weserberglandes ca. 70 km südwestlich von Hannover nahe der Rattenfängerstadt Hameln. Hier finden die Gäste Ruhe und Erholung in einem gleichmäßig milden Schonklima.

Seinen Weltruf verdankt Bad Pyrmont den ortsspezifischen Heilmitteln – Naturmoor, Naturheilquellen (Sole- und Eisenhaltige) und Naturkohlensäure (CO2 Quellgas). Mit diesen Heilmitteln, unserer medizinisch / therapeutischen Kompe-tenz und den natürlichen Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung bieten wir unseren Patienten und Gästen die optimalen Voraussetzungen für ihre gesundheitliche Regeneration.
Die einzelnen Abteilungen unseres Dienstleistungsbetriebes wirken zusammen, um unseren Patienten und Gästen den Aufenthalt optimal zu gestalten.

Im Zentrum des Ortes befindet sich der Kurpark mit dem Palmengarten, der größten Palmenfreianlage nördlich der Alpen. Dieser Park wird von unserer Parkabteilung unterhalten und gepflegt. Der Park wurde mehrfach national und international ausgezeichnet.

Eine weitere zentrale Einrichtung des Staatsbades ist das ambulante Therapie- und Rehabilitationszentrum Königin-Luise-Bad, in dem alle ambulanten Kurorttherapien (Moor, Sole, CO2 und physikalische Therapie) angeboten und abgegeben werden. Die Hufeland Therme bietet unseren Gästen verschiedene wunderbare Wellnesswelten auf einer Insel der Ruhe und Erholung mit drei Soleschwimmbecken, einem exzellenten Spa-Bereich mit den verschiedensten Saunen, abgestuft temperiert und einem großzügigen Saunagarten mit drei Blockhaussaunen und einem Schweigehaus. Meersalzgrotte und Schneeparadies runden das vielfältige Angebot ab. Exzellente Beauty- und Wellnesseinrichtungen sorgen dafür, dass kein Wunsch unerfüllt bleibt.

Die Klinik „DER FÜRSTENHOF“ – das Kompetenzzentrum für die Bewegungsorgane – ist die staatsbadeigene Fachklinik für Orthopädie, Osteoporose, Stoffwechselerkrankungen des Knochens, Rheumatologie, Gynäkologie / gynäkologische Onkologie, Osteologisches Schwerpunktzentrum (DVO) und einem angegliedertem wissenschaftlichen Institut mit internationalem Ruf. Hier werden Patienten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den genannten Indikationsbereichen stationär behandelt.

Außerdem gibt es im Staatsbad eine Veranstaltungsabteilung, die das Kulturangebot des Staatsbades gestaltet und somit das kulturelle Angebot des Ortes mit prägt. Damit trägt das Staatsbad einen wesentlichen Anteil zur Attraktivität des Kurortes für Kultur- und Gesundheitstouristen bei.

Historische Entwicklung

Die Verehrung der Pyrmonter Quellen ist bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. nachzuweisen. Margarete von Rietberg wird 1502 als erster Kurgast namentlich erwähnt. Um 1610 lässt Philipp Ernst von Gleichen das erste Brunnenhaus errichten. Von 1668 bis 1692 wird unter Fürst Georg Friedrich von Waldeck durch den Bau eines barocken Brunnenhauses über dem Hylligen Born, die Anlegung der Hauptallee und den Bau der Brunnenstrasse die eigentliche systematische Kurortentwicklung in Gang gesetzt und bildet damit erfolgreich das Fundament dieses Wirtschaftszweiges bis heute.

  • Um 1700 beginnt der Brunnenversand, es entstehen die ersten Boutiquen in der Hauptallee und die Alleen im heutigen Kurpark werden angepflanzt.
  • In den folgenden Jahrzehnten entwickelt sich Bad Pyrmont sehr erfolgreich zu einem bekannten Modebad, das auch vom europäischen Hochadel besucht wird. 1777 wird das fürstliche Badelogierhaus, das heutige Hotel Fürstenhof, eröffnet.
  • Die bekannten Badeärzte Marcard und Menke wirken in Bad Pyrmont.
  • Durch kontinuierlichen Ausbau der Therapieeinrichtungen, den Bau des Solebadehauses an der Saline 1808 und des Stahlbadehauses 1815, den Einbau einer Moorbadezelle 1825, den Bau des Neubrunnenhauses 1826, werden Grundsteine für die expansive Entwicklung gelegt, die bis heute nachwirkt. Mit dem Bau des Kurhauses 1898, der Schaffung der französischen Anlagen im Kurpark, dem Bau des Kurhotels und des Heiligenangerbades und der Entstehung des Palmengartens werden weitere Meilensteine gesetzt.
  • Durch die Übertragung der Verwaltung des Bades auf die Bad Pyrmont AG im Jahr 1922 wird der Ursprung für das heutige Staatsbad Pyrmont als Unternehmen gelegt. Es war zunächst von 1937 bis 1947 preußisches Staatsbad, dann niedersächsisches Staatsbad, das 1974 in die Rechtsform GmbH über-ging, mit dem Land Niedersachsen als alleinigem Gesellschafter. Alle nieder-sächsischen Staatsbäder waren bis 1999 in der Niedersächsischen Bädergesellschaft mbH zusammengefaßt und wurden dann als örtliche Betriebsgesellschaften verselbständigt.

Die gesellschaftspolitische Verantwortung des Staatsbades Pyrmont

Die gesellschaftspolitische Verantwortung des Staatsbades Pyrmont resultiert aus zwei Ebenen:

  1. Die historische Entwicklung hat das Staatsbad Pyrmont zum Träger der kurörtlichen Infrastruktur und damit der Existenzgrundlage für Gewerbetreibende in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Gesundheitsdienstleister und Zulieferer gemacht. Ca. 60% aller Arbeitsplätze in Bad Pyrmont hängen von der „weißen Industrie“ ab und haben damit ihre Basis im Staatsbad und seinen Einrichtungen.
  2. andererseits bietet die Infrastruktur Grundlagen für eigene Geschäftsbereiche. Das Staatsbad Pyrmont ist mit derzeit ca. 190 eigenen Arbeitsplätzen und ca. 150 Arbeitsplätzen bei Zulieferern und Dienstleistern noch immer einer der größten Arbeitgeber in Bad Pyrmont.

Die besondere Kombination von infrastrukturellen und betrieblichen Ressourcen ermöglicht dem Unternehmen die Entwicklung von zukunftsweisenden Lösungen im Gesundheitsbereich. Insbesondere auch bezogen auf moderne Systeme, wie z.B. Managed-Care Systeme und die betriebliche Gesundheitsförderung. Durch die sinnvolle Vernetzung von Akutkrankenhäusern mit Reha-Einrichtungen, sowie die Verknüpfung von beruflicher und medizinischer Rehabilitation wird die weitere positive Entwicklung in Bad Pyrmont ermöglicht.

Gesundheitspolitischer Auftrag

Das Staatsbad Pyrmont ist ein überregionales Zentrum für Dienstleistungen der ambulanten und stationären Gesundheitsförderung und Rehabilitation.
Wesentliche Grundlagen dafür sind die ortsspezifischen Heilmittel: Pyrmonter Heilquellen, Naturkohlensäure und Naturmoor, die besonders von ganzheitlich ausgerichteten Therapien ergänzt bzw. mit Physiotherapien zu ganzheitlich wirkenden Therapiekonzepten zusammengefasst werden.
Der Erhalt der natürlichen Ressourcen, die Durchführung von Veranstaltungen und der Erhalt von denkmalgeschützten Anlagen sind weitere Aufgaben für eine positive Fortentwicklung des Unternehmens Staatsbad und damit für den Kurort Bad Pyrmont, dessen infrastrukturelle Basis in diesem Unternehmen liegt.

 

 Geschäftsmodell und Strategie „Fit 2022“

Umfeldentwicklungen und zukünftige Herausforderungen

Durch die zunehmende Verschmelzung von Gesundheit und Tourismus sind wir mitten in einem neuen Strukturanpassungsprozess mit verändertem Wettbewerbsumfeld, der alle Kurorte betrifft. Die Ansprüche der Kunden steigen zudem mit den nachwachsenden Generationen, die in einem Qualitätsumfeld aufgewachsen sowie kosmopolitisch sind und oftmals erheblich mehr finanzielle Mittel haben als die Menschen in der Nachkriegsgeneration.

 Der heutige Mensch lebt in einem Paradoxum und steigendem Spannungsverhältnis – zum einen wird er im Rahmen der – auch zunehmend digitalen - Arbeits- und Sozialwelt immer mehr gefordert (insbesondere gilt das bei Familien mit Kindern und Doppelverdienern und u.U. zu betreuenden Eltern bei einem im Vergleich zu früher relativ hohem Alter von werdenden Müttern und Vätern) und zum anderen entwickelt sich der Trend zur Natürlichkeit in allen Lebensbereichen („Sehnsuchtsmarkt Natur“). Der anhaltende Bio-Boom, der Anstieg von vegetarischen und veganen Konsumgütern sowie die Suche nach Sinn und Rückzugszonen in den wenigen freien Zeiten sind hierfür nur anekdotische Beispiele.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Entdeckung der Gesundheitspolitik als Wirtschaftsmotor. In Niedersachsen ist die sich entwickelnde „Soziale Gesundheitswirtschaft“ durch das federführende Ministerium der Gesundheits und Familie mit hoher politischer Priorität versehen. Im Kern geht es als Zielstellung darum, in eher strukturschwächeren Regionen Niedersachsens die Facetten der Gesundheitswirtschaft als Jobmotor zu betrachten und zu fördern. Hier zu wurde ein Masterplan entwickelt. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont verwiesen, die aus dieser politischen Initiative abzuleiten ist und wo unser Unternehmen sich maßgeblich zur Zukunftssicherung des Gesundheitsstandortes Hameln-Pyrmont engagiert einbringt. Gestärkt wird diese Linie durch den vorliegenden Entwurf des neuen Präventionsgesetzes, wonach der „Settingansatz“ in der ambulanten Gesundheitsversorgung in den Blickpunkt rückt. Dies bedeutet, dass Lebensumwelten der einzelnen Menschen in den Gesundheitsversorgungsansatz Berücksichtigung finden werden und der Aufbau von regionalen Präventionsketten gefördert werden soll. Auch der Anstieg der Anstieg der finanziellen ambulanten Förderung pro Versicherten per 01.01.2016 von durchschnittlich gut 3,- EUR auf  7,- EUR, davon 2,- EUR für Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Abschließend wird die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft an Fahrt gewinnen. Wir sind mit mehreren Projekten in dieser Richtung innovativ für die Branche unterwegs.

Aus diesen aufgeführten Trends ergibt sich für unser Unternehmen und die gesamte Kur- und Heilbäderbranche die einmalige Chance, mit neuen Angeboten und einem durchgängigen exzellentem Service entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie einer modernen, natürlichen Infrastruktur die (zukünftigen) sich verändernden Bedürfnisse unserer Kunden (steigende Erwartungshaltung an Kundenservice und Gesundheitsangeboten) zu entsprechen bzw. idealerweise zu übertreffen. Hierzu sind die oftmals natürlichen Lebensumwelten von Kurorten in meist strukturell ruhigen Gebieten von Vorteil gegenüber anderen Destinationen.

Bad Pyrmont bietet mit unserem Staatsbad, der Stadt Pyrmont sowie den vielen gut vernetzten Kooperationspartnern außergewöhnliche Voraussetzungen für Gesundheit und Lebensfreude in allen Facetten – mit unserem einzigartigen Kurpark mit über 300 Palmen in der Saison als Rückzugsort der Ruhe und Schönheit für das Auge, dem einzigartigen Kulturangebot im Weserbergland mit über 1.200 Veranstaltungen p.a. inklusive belebender Kurmusik, einem feinen Schloss für vielfältige kulturelle Veranstaltungen wie dem Pyrmonter Sommer, der Hufeland-Therme als Wellness-Perle, dem Königin-Luise-Bad als Gesundheitszentrum für die Region und für Kurgäste, insgesamt sieben Kliniken und einem Akutkrankenhaus sowie vielen Sozialeinrichtungen und nicht zuletzt durch ein hervorragendes und abwechslungsreiches Einzelhandelsangebot in der Innenstadt sowie der sechs aktiven sprudelnden Heilquellen.

Wir sind daher überzeugt, dass unser Kurort und das gesamte Weserbergland eine gute gesundheitstouristische Zukunft haben werden – Voraussetzung ist die erforderliche weitere Vernetzung von allen Akteuren und die Besinnung sowie strategische Ausrichtung auf die Stärken als Gesundheitsregion!

Ein neuer abzuleitender Auftrag an Kurorte für die Zukunft wird die regionale Gesundheitsversorgung und damit die Menschen vor Ort sein - vor dem Hintergrund einer stetig älter werdenden Bevölkerung in strukturschwächeren Regionen sowie der Erhaltung und Ausbau heimischer Wirtschaftskraft. Das Geschäftsfeld Betriebliches Gesundheitsmanagement und die aktiv betriebene Vernetzung von Akteuren im Gesundheitsbereich im Sinne des neuen Präventionsgesetzes (Aufbau von Präventionsketten in der Region) sind nur zwei Themenbereiche in diesem Kontext.

Kurorte sind für die strategische Ausrichtung gut beraten, den Kundenwert aus der Gesundheitsperspektive in den Mittelpunkt aller Aktivitäten zu stellen und somit die Vernetzung von allen Akteuren zu betreiben, die entlang der facettenreichen Wertschöpfungskette eines Gastaufenthaltes oder der bedürftigen Menschen vor Ort Dienstleistungen erbringen.


Ziele und Strategie „Staatsbad Fit 2022“:
Unsere 7 Handlungsfelder

"Partner für Gesundheit und Lebensfreude ist die Maxime unseres Handelns“  ist unser neues Leitbild sowie Ansporn und Verpflichtung zugleich für unser tägliches Tun. Dabei gehen wir nachhaltig und respektvoll mit unseren einzigartigen, vielfältigen und außergewöhnlichen Ressourcen um: unseren Mitarbeitern, unseren Gästen und Kooperationspartnern, unseren Gebäuden und Inventar sowie unseren Grünanlagen. Dafür steht unser Staatsbad Pyrmont.

In den nächsten Jahren wollen wir die Gäste- und Übernachtungszahlen gemeinsam mit unseren Partnern steigern und den Strukturwandel in der Kur- und Gesundheitsbranche nutzen, um das Staatsbad Pyrmont weiterhin als nachhaltigen Gesundheitspartner und Qualitätsführer in den Bereichen Gesundheitsförderung- und -gestaltung, betriebliche Gesundheit und  Rehabilitation zu verankern. Dieses Ziel ist durchaus realistisch, denn Bad Pyrmont ist als Gesundheitsstandort einzigartig, vielfältig und außergewöhnlich – in Niedersachsen, in Deutschland und sogar europaweit.

Das strategische Ziel bis 2022 ist die Weiterentwicklung zum führenden integrierten Gesundheitsresort in Deutschland und Stärkung der Ertragskraft. Hierfür ist eine Weiterentwicklung und Anpassung unseres Geschäftsmodells sowie der Strategie erforderlich. Die Strategie Staatsbad Fit 2022 fokussiert sich in den nächsten Jahren auf die folgenden 7 Handlungsfelder, um sich dem zukünftigen Wandel anzupassen und die formulierten Ziel zu erreichen:

1. Marktorientiertes Kundenbeziehungsmanagement

2. Innovation und Produkt-/Geschäftsfeldentwicklung

3. Positionierung der Produkte und Markenmanagement

4. Service-Exzellenz

5. Effizienz- und Kostenmanagement

6. Infrastrukturmanagement und Nachhaltigkeit in der Prozesskette

7. Arbeitgeberattraktivität und Personalmanagement

Nur gemeinsam mit allen Partnern und unseren kompetenten Mitarbeitern werden wir diese Trends und Herausforderungen in unserer Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont auch in Zukunft erfolgreich meistern.

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