Fördern der biologischen Vielfalt

Im Kurpark finden sich vielfältige Naturräume. Diese gilt es gezielt zu erhalten, zu fördern und neu zu entwickeln.

Naturräume fördern

Die Naturräume des Kurparks Bad Pyrmont sind sehr vielfältig. Sie lassen sich unterteilen in Intensivflächen, Mischflächen und Extensivflächen.

Der Kurpark Bad Pyrmont zählt zu den ältesten seiner Art. Der Ursprung geht auf das Jahr 1667 mit der Pflanzung der ersten barocken Allee zurück. Mit einer Gesamtfläche von rund 60 ha hat der Kurpark auch einen wesentlichen Anteil als Klimafaktor für den Ortskern. Der 15 ha große Kernbereich gehört zu den intensiv gartenkünstlerisch gestalteten und gartendenkmalpflegerisch geschützten Parkräumen.

Bei den Intensivflächen stehen die optische Qualität, breite Nutzungsmöglichkeiten und gartendenkmalpflegerische Aspekte im Vordergrund. Dabei sind die Nutzungen sehr vielfältig. Kulturelle Veranstaltung locken tausende Besucher, die Kurenden nutzen den Kurpark für Therapie, Entspannung und Zerstreuung. So kommt der innere, intensiv genutzte ca. 15 ha Kurpark auf rund 200 Tausend Besucher pro Jahr.

Dieser Bereich ist kostenpflichtig, so dass die Besucher eine hohe Erwartung an Qualität, Angebot, Ausstattung und Sicherheit haben.

Das für den Naturschutz entstehende Spannungsfeld muss strategisch kompensiert werden. Gerade die flächendeckende Nutzung und Sicherheitserwartung führt zum Beispiel dazu, dass Totholz nahezu vollständig aus dem Baumbestand entfernt werden muss. Auch bruchgefährdete Bäume müssen zeitnah entfernt werden.

Jedoch müssen auch intensiv gestaltete und gepflegte Parkflächen keine Monokulturen sein. Die Zierrasenflächen im Kurpark sind von nahem betrachtet eigentlich „Weideflächen“, nur mit dem Unterschied, dass das Kurzhalten der Flächen Mähgeräte übernehmen. Durch den Verzicht auf intensive Düngung, Bewässerung und anderen Pflegemaßnahmen wie zum Beispiel Vertikutieren hat sich eine auf die jeweiligen Flächen angepasste Pflanzengemeinschaft entwickelt. Neben Gräsern sind hier Pflanzen wie Thymian, Wiesenschaumkraut, Hornklee und viele andere anzutreffen.

Daraus resultieren vielfältige Vorteile. Zum Beispiel reagieren diese Flächen deutlich toleranter auf Trockenphasen. Auch können die Mähintervalle gestreckt werden, natürlich dann auch ein wirtschaftlicher Vorteil, welcher Freiräume für andere Maßnahmen schafft.

Eine weitere Möglichkeit der Kompensation ist die Schaffung von Mischflächen. So wandeln wir Baumscheiben von Solitärbäumen auf Zierrasenflächen teilweise in Blütenwiesen um. So vernetzen wir schon zwei Naturräume miteinander und bieten damit auch Vögeln und anderen Tieren weitere Möglichkeiten, artgerechte Lebensräume zu finden.

Randbereiche des Kurparks und weitere geeignete Flächen werden in Extensivflächen gewandelt. Es sind Wildblumenwiese mit einmaliger Maat zu finden. Hier gibt es dann auch Möglichkeiten, im Baumbestand Totholz zu belassen, solange keine Verkehrsflächen beeinflusst sind.

Außerhalb des inneren Kurparks zieht sich die Anlage als Bergkurpark bis zum Wald. Diese rund 40 ha Fläche sind als Landschaftspark gestaltet und werden ausschließlich extensiv bewirtschaftet. Die Baumbestände haben vermehrt waldartigen Charakter, die offenen Flächen sind Wiesen. Dieser Bergkurpark ist ein gutes Bindeglied als Biotopvernetzung zwischen den FFH Schutzgebieten in den Emmerauen und dem Wald. Die waldigen Flächen bieten Rückzugsräume für vielerlei Tiere wie zum Beispiel Rehen und Dachsen oder auch zahlreichen Vögeln. Die Wiesen werden als Heumaat-Wiesen oder auch Weidewiesen (Schafe) unterhalten.

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